LWL-Freilichtmuseum Hagen heizt mit Erdwärme-Wärmepumpe (Foto: Marc Ryckaert (MJJR) / commons.wikimedia.org / keine Änderungen / (CC BY 3.0)

Hagen-Selbecke: LWL-Freilichtmuseum fördert Erdwärme

In Selbecke, einem Ortsteil der Großstadt Hagen, entschied sich der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) 2008 beim Bau einer Lagerhalle für das Freilichtmuseum für Erdwärme als Heizwärmequelle. Eine Wärmepumpe nutzt dann die Wärme der 11 mehr als 100 Meter tiefen Erdwärmesonden, um diese dann auf ein nutzbares Temperaturniveau hochzupumpen. So spart der LWL bis zu 60 Prozent der sonst aufzuwendenden Energiekosten.

Pro Sonde und Meter kann man dann mit etwa 50 Watt Entzugsleistung rechnen. Bei 11 Erdwärmebohrungen á 100 Meter erzielt das Freilichtmuseum in Hagen insgesamt eine im Fachjargon genannte Kälteentzugsleistung von 11 x 100 Meter x 50 Watt/Meter = 55000 Watt = 55 kW. Hieraus kann man bei normalen Systemparametern rund 75 kW Heizleistung erzielen. Das fehlende Viertel liefert die Steckdose in Form von Strom.

Das LWL-Freilichtmuseum Hagen – Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik ist ein Freilichtmuseum im Hagener Ortsteil Selbecke im Mäckingerbachtal im südöstlichen Ruhrgebiet. Träger ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Auf dem etwa 42 Hektar großen Gelände des WFH wurden etwa sechzig Werkstätten wiederaufgebaut oder rekonstruiert. Die meisten sind betriebsbereit und es wird zum Teil auch regelmäßig zu Vorführungszwecken darin produziert oder es werden Workshops angeboten.

Titel-Foto: Marc Ryckaert (MJJR) / commons.wikimedia.org / keine Änderungen / Namensnennung 3.0 Unported (CC BY 3.0))

Steckbrief:
Lagerhalle in Hagen-Selbecke

Objekt:Lagerhalle
Strasse:Selbecker Str. 200
Ort:58091 Hagen-Selbecke
Baujahr:11.02.2008
Leistung in kW:75kw
Beteiligte Unternehmen:KBK
Anwendung:Heizen
Wärmequellen:Erdwärmesonden
Technik:Sole-Wasser-Wärmepumpe
Quelle:Westfalenpost
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