Mit Schiefer bekleideter Neubau einer Produktionshalle der Elobau in Probstzella. (Foto: Rathscheck Schiefer)

Mit Schiefer bekleideter Neubau einer Produktionshalle der Elobau in Probstzella. (Foto: Rathscheck Schiefer)

elobau-Niederlassung im thüringischen Probstzella arbeitet klimaneutral

Wie alle Standorte des Technologieunternehmens elobau arbeitet auch das neue Betriebsgebäude mit Produktionshalle der Niederlassung im thüringischen Probstzella klimaneutral. Wärmepumpen heizen und kühlen den Neubau.

Der Neubau der elobau-Niederlassung fällt wegen des vielen Glases und seiner auffallend bewegten Hülle aus Schiefer optisch ins Auge. Andererseits passt er sich zugleich prima in die bewaldete, hügelige Landschaft nahe des Thüringer Schiefergebirges ein. Das Gebäude steht parallel zu einer Bahnlinie in einem engen Tal, nur etwas außerhalb der kleinen Gemeinde Probstzella. Dem Ort zugewandt ist der eingeschossige Kopfbau, in dem Büros, Besprechungszimmer und ein Sozialraum untergebracht sind. Mittig der Anlage gibt es einen begrünten Hof.

Das Gebäude wurde im Passivhausstandard errichtet. Solarmodule einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und den angrenzenden Freiflächen erzeugen den Solarstrom, den das Gebäude und seine Nutzer benötigen. Über die PV Anlage erzeugt das Gebäude in der Jahresbilanz mehr elektrischen Strom, als der Betrieb, inklusive des Nutzerstroms und Produktionsstroms, verbraucht. Der hausinterne Batteriespeicher ist ein weiterer Schritt in Richtung Energieautarkie, die für dieses Gebäude bei etwa 60% liegt. Beheizt und gekühlt wird es mit Hilfe zweier Wärmepumpen und einer Kollektoranlage, die Geothermie sammelt.

Eine dicke Dämmschicht im Dach und an der Fassade plus 3-fach-verglaste Fenster mit außen liegenden Jalousien halten das Klima in der 1.150 Quadratmeter großen Werkhalle vergleichswiese konstant. Das ist wichtig, denn dort sind maximal Temperaturschwankungen von lediglich plus/minus 1 °C zulässig, doch die Präzisionsmaschinen dort sind sehr sensibel.

Der hohe ethische Anspruch der Unternehmensleitung fordert neben der klimaneutralen Produktionsstätte auch ein Bauwerk, das die Menschen in den Mittelpunkt stellt. Natürliche Baustoffe waren daher erste Wahl. Schiefer ist ein solcher Baustoff, ein hochwertiges langlebiges Deckungsmaterial, sozusagen Natur pur. Neben dem Schiefer an der Fassade sind es moderne leistungsfähige Holztragwerke, die das Werk prägen

Der Sensoren-Hersteller Elobau aus Leutkirch im Allgäu ist ein familiengeführtes Stiftungsunternehmen. Mit rund 700 Mitarbeitern zählt es zu den besten Arbeitgebern Europas und produziert seit 2010 an allen Standorten klimaneutral. Der Neubau des elobau Werkzeugbaus in Probszella ist nominiert für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis. Beeindruckt war die Jury über die konsequente Verfolgung des elobau Nachhaltigkeitsgedankens.

Steckbrief:
Produktionsstätte Sensoren-Hersteller Elobau in Probstzella

Objekt: Produktionsstätte Sensoren-Hersteller Elobau
Strasse: Am Überlandwerk 1B
Ort: 07330 Probstzella
Baujahr: 03.02.2016
Beteiligte Unternehmen: F64 Architekten, Kempten, Merz Kley Partner, Dornbirn (Tragwerksplanung); Climaconcept Werner, Spangenberg- Schnellrode (Gebäudetechnik); Transsolar, München (Energiekonzept); Jakusa Bedachungen, Saalfeld (Fassadenarbeiten); Rathscheck Schiefer, Mayen, Grimelo, Leutkirch
Anwendung: Heizen & Kühlen
Wärmequellen: Erdwärme
Technik: Sole-Wasser-Wärmepumpe
Quelle: GERARD HALAMA - Büro für Fachpublizistik
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