Wasser-Wärmepumpe versorgt Neubrandenburger St. Marien-Neubau
Die Schulerweiterung der christlichen Gemeinschaftsschule „St. Marien“ in Neubrandenburg entstand in zwei Bauphasen in der Neustrelitzer Straße, seit 2009 ist der Neubau komplett fertiggestellt und beherbergt die Obergruppen mit den Klassen 7 bis 12. Zur Wärme- und auch Kälteversorgung der Evangelischen Schule St. Marien wird „oberflächennahe Geothermie“ genutzt.
Unter „oberflächennaher Geothermie“ versteht man die Nutzung der landläufig als Erdwärme bezeichneten Energie, die in den „oberflächennahen“ Erdschichten mit z. B. Erdwärme-Sondenbohrungen häufig bis in 100 Metern Tiefen erschlossen wird. Alternativ werden auch die Grundwasserleiter zur Wärme- und Kältegewinnung herangezogen.
Für letztere Möglichkeit entschieden sich die Evangelische Schulstiftung in Mecklenburg-Vorpommern und Nordelbien auf Grundlage eines Konzepts des Erdwärmespezialisten Geothermie Neubrandenburg (GTN). Ein Saug- und ein Schluckbrunnen mit jeweils 30 Metern Tiefe sorgen für einen thermisch nutzbaren Volumenstrom von 35 m3/h.
Der im Rahmen der Entwicklung zur Christlichen Gemeinschaftsschule errichtete Neubau wird seit 2009 über eine Fußbodenheizung und Betonkernaktivierung mit Grundwasser und Wärmepumpen im Winter mit 180 kW Heizleistung geheizt und im Sommer mit 40 kW Kühlleistung passiv gekühlt. Eine Photovoltaikanlage sorgt für die Eigenerzeugung von CO2-freiem Solarstrom.
Steckbrief:
Schulgebäude
in Neubrandenburg
| Objekt: | Schulgebäude |
| Ort: | Neubrandenburg |
| Baujahr: | 2009 |
| Leistung in kW: | 180kw |
| Beteiligte Unternehmen: | Geothermie Neubrandenburg GmbH |
| Anwendung: | Heizen & Kühlen |
| Wärmequellen: | Grundwasser |
| Technik: | Wasser-Wasser-Wärmepumpe |
| Quelle: | Geothermie Neubrandenburg GmbH |
