(Foto: Deutsche Poroton / Daniel Lorenz)

Traditionell und modern zugleich: Das zweigeschossige Designhaus kombiniert ein Satteldach mit stehenden und liegenden Fensterformaten in Anthrazitgrau. Wandflächen im gleichen Farbton erzeugen optische Einheiten. Highlight der Gartenseite ist die zum Teil in den Baukörper hineingesetzte Terrasse. (Foto: Deutsche Poroton / Daniel Lorenz)

Magdeburg: Zweigeschossiges Designhaus für eine Familie

Endlich genug Platz für alle: Diesen Wunsch hat sich eine Bauherrenfamilie mit einem massiven Ziegelhaus in Magdeburg-Nordwest erfüllt. Als Heizung kommt eine Erdwärmepumpe als monovalenter Wärmeerzeuger zum Einsatz.

Unterstützung erhielten die Bauherren vom Magdeburger Architekturbüro Andreas Weinert, das auf ganzheitlich geplante Designhäuser spezialisiert ist. Gemeinsam erarbeiteten sie Anforderungen, die sich aus gegebenen Größen wie Grundstück, Raumbedarf, ökologischen und energetischen Erwägungen sowie Budget ableiteten.

Das entstandene zweigeschossige Designhaus mit ausgebautem Satteldach wird diesem ganzheitlichen Konzept gerecht. Optisch besticht es mit einer geradlinigen, modernen Formensprache. Ein Wechsel von stehenden und liegenden Fensterformaten gliedert die Fassade: Anthrazitgraue Fensterrahmen bilden mit den dazwischenliegenden Wandflächen in identischem Farbton optisch ein Fensterband.

Um räumlich zurückzutreten, weisen diese akzentuierten Flächen eine geringere Wandstärke auf. Durch ebenfalls anthrazitgraue Raffstores ergibt sich in geöffneten oder geschlossenen Zustand jeweils eine eigene Variante der Hausansicht.

Ein besonderer Hingucker ist die teilweise in den Baukörper hineingesetzte, überdachte Terrasse, die einen windgeschützten Bereich schafft. Bodentiefe Fenster verbinden den Innenbereich mit dem Garten und sorgen für optimale Lichtverhältnisse. Die Straßenseite wird durch eine vorgelagerte Garage charakterisiert, deren Lage sich durch das zur Straße hin schmaler werdende, trapezförmige Grundstück ergibt. Dank des traditionellen Satteldachs passt sich die Familienresidenz trotz aller Modernität der Umgebungsbebauung aus den 50er- und 60er-Jahren an.

In puncto Baustoff entschieden sich die Bauherren nach einer Energieberatung durch den Architekten für einen monolithischen Wandaufbau aus Poroton-Ziegeln. Auf eine zusätzliche Dämmung konnte dank der hohen Wärmedämmwirkung der Ziegel verzichtet werden. Wichtig war auch eine wohngesunde Bauweise, für die sich der Ziegel als Naturprodukt ohne chemische Zusatzstoffe ohnehin sehr gut eignete. Seine Diffusionsoffenheit reguliert die Feuchtigkeit in Wohngebäuden und sorgt für ein gesundes Raumklima, das dem Bauherrenpaar gerade bei Kindern im Haus ein Anliegen war.

Beim maßgeschneiderten Grundriss kam es den Bauherren vor allem auf genügend Platz an. Mit großzügigen 314 Quadratmetern Wohnfläche ist das gelungen. Mittelpunkt des Familienlebens ist der fast 60 Quadratmeter große, offene Wohn-, Koch- und Essbereich. Um eine Zonierung zu schaffen, ist das Wohnzimmer leicht versetzt angeordnet und vom Essbereich aus nicht direkt einsehbar. Eine Verbindung beider Bereiche stellt der doppelzügige Eckkamin her, an dessen Außenseite auf der Terrasse zusätzlich ein Sommer-Grill installiert werden kann.

Praktisch bei Besuch, der übernachten möchte: Das Erdgeschoss verfügt über ein Gästezimmer mit eigener Terrasse sowie ein Gäste-WC. Damit Einkäufe auch bei Regen trockenen Fußes direkt ins Haus gebracht werden können, existiert von der Küche aus ein direkter Zugang zur Garage. Im Verbindungsgang befinden sich Speisekammer, Heiztechnik- und Hauswirtschaftsraum.

In die erste Etage führt eine einläufige, gerade Treppe. Pfiffiges Detail: Das Treppengeländer wird ersetzt durch eingebaute Schränke unterhalb und ein Bücherregal aus versetzten Modulen oberhalb der Stufen. Im ersten Stock sind zwei etwa gleich große Kinderzimmer und das Kinderbad um einen zentralen Flur angeordnet. Rechter Hand befindet sich das „Elternreich“: Konstruktiv auch durch Schallschutzziegel abgetrennt, sind hier Elternschlafzimmer, Ankleide sowie Bad angeordnet.

Das ausgebaute Dachgeschoss erreicht man über eine viertelgewendelte Treppe. Hier hat die Familie ausreichend Freiraum für das älteste Kind geschaffen. Zudem befindet sich hier ein vollständig ausgebauter Dachboden, der nun zum vierten Kinderzimmer werden soll.

Das klassische Poroton-Ziegelhaus verbraucht mit einem Jahres-Primärenergiebedarf von 48,2 Kilowattstunden pro Quadratmeter rund 30 Prozent weniger Energie als ein entsprechendes Referenzgebäude der EnEV 2016. Dabei unterschreitet allein die Gebäudehülle die EnEV-Forderungen um rund 15 Prozent.

Eine monovalente Erdwärmepumpe mit Erdsonde ist in der Lage, den gesamten Warmwasserbedarf des Hauses abzudecken. Zudem ist die Wärmepumpe ein idealer Partner der Fußbodenheizung, da die niedrige Vorlauftemperatur die Effizienz der Wärmepumpe verbessert. In den heißen Sommermonaten wird die Wärmepumpe genutzt, um das Haus zu kühlen, was sich positiv auf die Regeneration der Tiefenbohrung auswirkt.

Steckbrief:
Zweigeschossiges Designhaus mit ausgebautem Satteldach in Magdeburg-Nordwest

Objekt: Zweigeschossiges Designhaus mit ausgebautem Satteldach
Ort: 39128 Magdeburg-Nordwest
Baujahr: 01.09.2018
Beteiligte Unternehmen: Architekturbüro Andreas Weinert
Anwendung: Heizen
Wärmequellen: Erdwärme
Technik: Sole-Wasser-Wärmepumpe
Quelle: Deutsche Poroton
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