Norbert Fisch basiert auf der konsequenten Reduzierung des Strom- und Wärmebedarfs durch Lastmanagement, des Einsatzes innovativer Gebäudetechnik und der Nutzung von Sonnenenergie für die Beheizung und Stromversorgung. Foto: Rehau

Das energetische Gesamtkonzept des Netto-Plusenergie-Wohngebäudes von Prof. Dr. M. Norbert Fisch basiert auf der konsequenten Reduzierung des Strom- und Wärmebedarfs durch Lastmanagement, des Einsatzes innovativer Gebäudetechnik und der Nutzung von Sonnenenergie für die Beheizung und Stromversorgung. Foto: Rehau

Leonberg: Modernes Wohngebäude mit effizienter Haustechnik

In Leonberg, etwa 20 Kilometer von Stuttgart entfernt, entstand das zweigeschossige Netto-Plusenergie-Wohngebäude von Prof. Dr. M. Norbert Fisch. Ziel des Bauherrn war es, zusammen mit dem Ingenieur-Büro EGS-plan aus Stuttgart ein Gebäude zu entwickeln, das die zukünftigen Anforderungen nach energieeffizientem, komfortgerechtem Wohnen und umweltverträglicher Mobilität erfüllen kann und diese Ziele mit anspruchsvoller Architektur verbindet. So basiert das energetische Gesamtkonzept auf der konsequenten Reduzierung des Strom- und Wärmebedarfs durch Lastmanagement, des Einsatzes innovativer Gebäudetechnik und der Nutzung von Sonnenenergie für die Beheizung und Stromversorgung des Gebäudes.

Das im Oktober 2010 fertiggestellte, kompakte Haus mit rund 210 Quadratmetern Wohnfläche verfügt über ein nach Süden ausgerichtetes Pultdach, welches flächendeckend mit einer Photovoltaik- (circa 15 kWp) und einer solarthermischen Anlage (circa 7 Quadratmeter) ausgestattet ist. Dies führt in Kombination mit großzügigen Verglasungen und einer sehr gut wärmegedämmten Gebäudehülle zu einem geringen Jahres-Heizenergie- und Heizleistungsbedarf (unter 20 W/m²). Darüber hinaus spielt auch die optimale Tageslichtnutzung eine große Rolle.

So öffnet sich das von den Architekten Berschneider + Berschneider aus Pilsach entworfene Gebäude mit großzügigen Fensterflächen Richtung Süden, wohingegen es sich nach Norden, Osten und Westen eher verschließt. Der Überhitzung in den Sommermonaten wird durch einen außen liegenden Sonnenschutz und die gute Gebäudehülle Rechnung getragen. Für die Beheizung des Gebäudes kam eine Wärmepumpe GEO (10 C) mit Systemspeicher (825 Liter) in Kombination mit drei Erdwärmesonden RAUGEO PE-Xa von jeweils 95 Metern Länge zum Einsatz.

Im Haus wird die Energie mithilfe einer REHAU Flächenheizung verteilt, die insgesamt circa 210 Quadratmeter umfasst und für ein angenehmes Wohnklima sorgt. Die Solaranlage auf dem Dach, die eine umweltfreundliche Trinkwassererwärmung ermöglicht, besteht aus drei REHAU SOLECT Wannenkollektoren und ist über einen Wärmeaustauscher in den unteren Teil des Pufferspeichers eingebunden. Die Trinkwarmwasserbereitung erfolgt im Durchflussprinzip (Frischwasserstation 25).

Zur kontrollierten Belüftung tragen insgesamt 75 Meter des Luft-Erdwärmetauschersystems AWADUKT Thermo bei. Mittels der Temperatur des Erdreichs erwärmen die im Boden verlegten Rohre die angesaugte Frischluft im Winter zusätzlich beziehungsweise kühlen sie im Sommer. Damit werden Energiekosten eingespart. Mit seiner speziellen antimikrobiellen Innenschicht leistet AWADUKT Thermo zudem einen Beitrag zu verbesserter Lufthygiene im Gebäude.

Steckbrief:
Netto-Plus-Energie-Haus in Leonberg

Objekt: Netto-Plus-Energie-Haus
Ort: 71229 Leonberg
Baujahr: 01.10.2011
Wärmepumpen-Hersteller: Rehau
Beteiligte Unternehmen: Architekten Berschneider + Berschneider aus Pilsach
Anwendung: Heizen
Wärmequellen: Erdwärme
Quelle: Rehau
Projekt vorschlagen

Bildmaterial: Leonberg: Modernes Wohngebäude mit effizienter Haustechnik

Sie heizen mit einer Wärmepumpe?

Stellen Sie hier anderen Interessierten Ihr Projekt vor!