leitec-Unternehmensgebäude in Heiligenstadt (Foto: waermepumpe-regional.de)

leitec-Unternehmensgebäude in Heiligenstadt (Foto: waermepumpe-regional.de)

Heilbad Heiligenstadt: Wärmepumpen-Eisspeicher versorgt leitec Gebäudetechnik

Das leitec Unternehmensgebäude im thüringischen Heilbad Heiligenstadt nutzt ein innovatives Energiekonzept, das erneuerbare Energiequellen miteinander kombiniert. Der komplette Wärme- und Kältebedarf des Plusenergiegebäudes wird dabei ausschließlich von einer Wärmepumpen-Eisspeicher-Kombination gedeckt.

Die vom Architekturbüro Stadermann entworfene Konstruktion sowie die Ausrichtung des leitec Gebäudes sind maßgeblich durch ein überdimensionales 25 Mal 48 Meter großes Photovoltaiksegel geprägt, das sich als Schrägdach optimal an der natürlichen Südhanglage ausrichtet. Nach Osten hin öffnet sich die grau verputzte und gleichmäßig gegliederte Lochfassade zu einer gläsernen Pfosten-Riegel-Konstruktion, schiebt sich über die topografische Kante hinweg und ragt schlussendlich freischwebend in Richtung der Josef-Rodenstock-Straße.

Die Wärme- und Kälteversorgung im Innern des Gebäudes wird von einer Wärmepumpe in Kombination mit einem Eisspeicher von Viessmann realisiert. Der Eisspeicher der Firma leitec bestehet aus einem unterirdischen Betontank mit einem Durchmesser von zehn Metern und einer Höhe von sechs Metern und fasst bis zu 400.000 Liter Wasser.

Die zwei Sole/Wasser-Wärmepumpen des Typs Vitocal 300-G von Viessmann sind nach dem Master/Slave-Prinzip als zweistufige Kombination miteinander verbunden. Auf Basis des Kristallisationsprinzip bzw. Latentwärmeprinzips wird dann im Winter geheizt und im Sommer gekühlt. So produziert die Viessmann-Wärmepumpe mit einer Kilowattstunde Strom im Durchschnitt 4,3 Kilowattstunden Wärme, ein überdurchschnittlich guter Wert.

Gesteuert wird die Eisspeicher-Wärmepumpe mit dem WAGO-I/O-SYSTEM 750. Die Software wickelt dabei fünf generelle Szenearien ab. Dabei handelt es sich um die Betriebsarten Heizen über den Eisspeicher, Heizen über die solarthermischen Kollektoren, die neben Photovoltaikmodulen auf dem Dach installiert sind, das Kühlen des Eisspeichers, die Regenerierung über die Sonnenkollektoren sowie das Kühlen mit der Wärmepumpe. Das WAGO-I/O-SYSTEM ist zum Beispiel in der Lage, zu entscheiden, ob während der Heizperiode die Wärme für die Wärmepumpe aus dem Eisspeicher bezogen wird oder die Solarthermie mehr Energie beisteuern kann.

Neben den PV-Modulen auf dem Dach des leitec-Firmengebäudes, die pro Jahr durchschnittlich rund 110.000 kWh Solarstrom produzieren, ist ebenfalls eine Absorberkollektoranlage unterhalb der Anlage installiert, die für die Regeneration des Eisspeichers sorgt. Zusätzlich sorgt das Kühlen der leitec-Räume im Sommer für einen weiteren Wärmeeintrag in den Eisspeicher. Indem das Eis dabei langsam auftaut und beim Schmelzen ein höheres Energieniveau erreicht, wird wieder Wärme für den Winter gespeichert.

Steckbrief:
Plusenergiege-Bürogebäude in Heilbad Heiligenstadt

Objekt: Plusenergiege-Bürogebäude
Strasse: Josef-Rodenstock-Str. 11
Ort: 37308 Heilbad Heiligenstadt
Baujahr: 15.09.2011
Leistung in kW: 64kw
Wärmepumpen-Hersteller: Viessmann Sole/Wasser-Wärmepumpen Vitocal 300-G
Beteiligte Unternehmen: leitec Gebäudetechnik GmbH, GU Goldbeck Ost GmbH, Ingenieurbüro Bell, Architekturbüro Stadermann
Anwendung: Heizen & Kühlen
Wärmequellen: Eisspeicher
Technik: Sole-Wasser-Wärmepumpe
Quelle: WAGO
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