Campus Kottenforst der GIZ in Bonn-Röttgen (Copyright: GIZ/M. von Haugwitz)

Campus Kottenforst der GIZ in Bonn-Röttgen (Copyright: GIZ/M. von Haugwitz)

Bonn-Röttgen: Neue GIZ-Akademie heizt mit Erdwärmepumpe

Die neue, zweigeschossige GIZ-Akademie für Internationale Zusammenarbeit in Bonn nahe dem Kottenforst macht Lust aufs Lernen machen. Geheizt wird umweltfreundlich mit einer Kombination aus Blockheizkraftwerk, Wärmepumpe mit Erdwärmesondenfeld (Jahreszeitenpendelspeicher) und eine Absorptionskältemaschine.

Für die neuen Ausbildungs- und Seminargebäude baute die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH seit 2013 die Immobilien der ehemaligen Andreas-Hermes-Akademie um und aus. Rund 28 Millionen Euro investiert die GIZ insgesamt in Erwerb, Modernisierung und Neubau des Campus. Das Architekturbüro Waechter und Waechter aus Darmstadt gewannen damals mit der Landschaftsökologin Angela Bezzenberger den 1. Preis des ausgelobten Architektenwettbewerbs.

So entstand auf dem Gelände in Bonn-Röttgen 2018 die Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) der GIZ nach Kriterien für Nachhaltiges Bauen. Heute finden im AIZ- Weiterbildungszentrum rund 1.200 Weiterbildungskurse im Jahr statt, darunter Sprachkurse, Management- und Führungstrainings sowie Interkulturelle Trainings.

Das neue, zweigeschossige Gebäude aus Holz und Glas, entworfen vom Büro Waechter + Waechter Architekten BDA, beherbergt unterschiedlich nutzbare Trainingsräume sowie die preisgekrönten Lernstationen der AIZ, ein Erlebnis-Parcours, der für Themen der interkulturellen Zusammenarbeit sensibilisiert. Die Bestandsgebäude werden zu Wohn- und Verwaltungszwecken genutzt. Familienwohnungen sowie eine Betreuungseinrichtung für die Kinder der Kursteilnehmenden komplettieren den Campus Kottenforst.

Der Neubau wurde nach modernsten ökologischen Standards und entsprechend den Kriterien des Goldzertifikats der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) errichtet. Für das Energiekonzept wurden bauliche (passive) Maßnahmen mit einer effizienten Anlagentechnik kombiniert: dazu gehören eine Blockheizkraft-Werkanlage, eine Wärmepumpe mit Erdwärmesondenfeld (Jahreszeitenpendelspeicher) und eine Absorptionskältemaschine.

Konstruktiv handelt es sich bei dem zweigeschossigen Flachbau um einen Holzskelettbau mit dem Grundraster von 5,25 mal 5,25 Meter. Die Decke besteht aus Hohlkastenelementen. Ein geschliffener Terrazzo-Betonboden, die weiß lasierten Holzoberflächen und das pyramidenartige Dach mit seinen großen Oberlichtern sorgen für eine helle Atmosphäre, die einen angemessen Rahmen für die freie Bespielung der Räume und Flächen durch Möbel und temporäre Einbauten bietet.

Steckbrief:
Ausbildungs- und Seminargebäude der Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Bonn-Röttgen

Objekt: Ausbildungs- und Seminargebäude der Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
Strasse: In der Wehrhecke 1
Ort: 53125 Bonn-Röttgen
Baujahr: 15.10.2018
Beteiligte Unternehmen: Waechter + Waechter Architekten (Darmstadt), ap88 Architekten (Heidelberg), Grossmann Bau (Rosenheim), merz kley partner (Dornbirn), HL-Technik Engineering (München), Müller-BBM (München), BPK Fire Safety Consultans (Düsseldorf), Landschaftsarchitektur und Ökologie Angela Bezzenberger (Darmstadt), Riehl Bauermann Landschaftsarchitekten (Kassel)
Anwendung: Heizen & Kühlen
Wärmequellen: Erdwärme
Technik: Sole-Wasser-Wärmepumpe
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
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